Idiopathische Thrombozytopenische Purpura

Morbus Werlhof / Werlhofsche Erkrankung

Translate

dedanlenfritruestr

Symptome

Akute ITP

Die akute ITP entwickelt sich häufig 1 bis 3 Wochen nach einer viralen Infektion. Eine tastbare Lymphadenopathie und leichte Milzvergrösserung können zum Zeitpunkt des Auftretens erster Blutungssymptome noch vorhanden sein (dann Differentialdiagnosen Lymphom und Leukämie beachten!).

Typischerweise kommt es erst bei Thrombozytopenien deutlich unter 10.000/µl zu einer Blutungsneigung. Die Patienten zeigen:

  • petechiale Blutungen der abhängigen Körperpartien (siehe folgende Abbildung), Petechien sind „flohstichartige“, kleine Blutungen an den abhängigen Körperpartien (Beine). Sie sind typischerweise nicht schmerzhaft, sie führen auch nicht zu einer Schwellung der Haut („Petechien sind mit geschlossenen Augen nicht tastbar“). Bei Blutungen an nicht-abhängigen Körperteilen (Arme, Kopf/Hals, Brustkorb) und bei tastbaren Blutungen handelt es sich wahrscheinlich nicht um Petechien. Dann müssen andere Krankheiten erwogen werden.
  • Schleimhautblutungen (Nase, Zahnfleisch, Magen-Darm-Trakt), Blut im Urin,
  • Blutungen bei geringen Verletzungen,
  • verstärkte Periodenblutungen.

Lungen-, Netzhaut- oder Hirn-Blutungen sind glücklicherweise selten, kommen in der akuten Phase einer ITP aber vor.

Regel: Patienten in der Akutphase sollten neurologisch untersucht werden.

Großflächige Hämatome und Gelenkblutungen sind im Anfangsstadium einer ITP nicht typisch, ebensowenig eine Anämie, die sich meist erst nach längerem Krankheitsverlauf durch wiederholte Blutungen entwickeln kann.


Typische punktförmige Blutungen (Petechien) an der unteren Extremität eines Patienten mit ITP.


Chronische ITP

Während bei der akuten ITP die genannten Symptome meist zeitgleich und stark ausgeprägt auftreten ist die chronische ITP wenig symptomatisch, meist klagen die Patienten nur über ein oder zwei der genannten Blutungszeichen die sich über viele Wochen langsam verstärken. Der Verlauf ist wechselnd, z.T. mit Pausen, bei anderen Patienten aber auch chronisch.